America's Cup 2007 – in Europa04. März 2003 - Beim nächsten Cup ist alles anders: Der 32. America's Cup 2007 wird von den Schweizern mit Team Alinghi SUI unter anderen Regeln verteidigt werden. Alinghi SUI -Teamchef Michel Bonnefous und Skipper Russel Coutts gab heute in Auckland / Neuseeland die Grundzüge des neuen Cups bekannt. Er wird wegen der Olympischen Winterspiele und der Fußball-WM 2006 erst ab Frühjahr 2007 ausgetragen.

Ernesto Bertarelli und Jochen Schümann (rechts) feiern den Cup-Sieg mit Champagner (Foto © Thierry Martinez/ www.alinghi.com)

Alinghi als Verteidiger hat wie berichtet OracleBMW Racing als "Challenger of Record" (Challenger of reference) akzeptiert. Das Team von OracleBMW USA 76-Chef Larry Ellison wird also für aller Herausforderer die Verhandlungen über die neuen Regeln führen.

 

Russel Coutts betonte, dass die sportliche Seite des Cups herausgestellt werden solle und die Cup-Rennen offen sein sollten für die Öffentlichkeit. "Das impliziert, das ein Ort gesucht wird, an dem die Wetterbedingungen zu einem solchen Event passen und dass das Publikum den kompletten Ablauf verfolgen kann," so Coutts.

 

Um die Fairness des Wettkampfs zu sichern, werde ein Renn-Management auf der Basis von Vereinbarungen mit einer Komission der Herausforderer gebildet, und zwar für die gesamte Dauer des Wettkampfs. Von jetzt an, sagte Bonnefois, werde eine einzige Organisation die Aufsicht über die Serie der Herausforderer-Rennen und des eigentlichen America's Cup übernehmen sowie über Marketing- und Fernseh-Rechte. ( Bisher hatte siet fast 20 Jahren Louis Vuitton die Herausforderer-Läufe ausgerichtet. Ob weiterhin, wissen wir noch nicht.)

 

Das neue Protokoll werde die Nationalitäten-Regelung großzügig lockern, sowohl für die Team-Mitglieder wie für die Designer-Teams. Das Ziel dieser Vereinfachung sei, "die Kosten zu senken und damit den Wettkampf für mehr Herausforderer zugänglich zu machen," sagte Bonnefous.

 

Der Ort für die Cup-Rennen werde nach gründlichen und umfangreichen Untersuchungen ausgewählt, sagten Bonnefous und Coutts. (Dazu gehören die Windbedingungen und die Möglichkeit, ein "Race-Village" aufzubauen etc.) Eine Menge Kandidaten habe sich bereits gemeldet, und das schweizer Syndicat könne von weiteren Städten über E-mail kontaktiert werden.

 

Die Stadt, in der der erste europäische America's Cup seit 152 Jahren ausgesegelt wird, werde offiziell vor dem 15. Dezember 2003 bekannt gegeben, sagte Bonnefous.

 

Team NZL Chef Tom Schnackenberg erklärte bereits, dass NZL beim nächsten Cup wieder dabei sein werde. (Wenn das Geld zusammenkommt.) Nur Minuten nach dem Zieldurchgang erhielt Commodore Pierre-Yves Firmenich vom Genfer Club von Alinghi, der Société Nautique de Genève (SNG), die erste Herausforderung für den nächsten Cup: Vom Golden Gate Yacht Club (GGYC) aus San Francisco, dem Club, der Larry Ellison's ORACLE BMW Racing beherbergt ! Damit ist OracleBMW der "Challenger of Record", der über alle Regeln – und Regeländerungen! - mit dem Gewinner des Cups verhandelt. Bertarelli und Ellison hatten bereits verlauten lassen, dass sie den 32. Americas-Cup unter anderen Bedingungen aussegeln wollen.

 

Die britische "GBR Challenge" hat bereits verlauten lassen, dass sie beim nächsten Cup dabei sein wolle. Auch das Team Oneworld aus Seattle zählt wahrscheinlich zu den nächsten Herausforderern, da Teamchef Craig McCaw bereits gesagt hatte, er werde seine Füße bei einem Cup in Europa nass werden lassen. Wie berichtete, ist die italienische Prada nicht mehr dabei.

 

Noch immer ist das portugiesische Cascais als Austragungsort im Gespräch – denn Bertarelli will den Cup nicht in einem Land aussegeln lassen, das ein Herausforderer-Team stellt. Macht ja Sinn. Muss aber nicht so kommen .... Genannt werden ebenso Marseille, Toulon-Hyères, Sète, Saint-Tropez und Sables-d'Olonne, aber auch Palma de Mallorca und Barcelona und Genua.

 

America's Cup 2003:

 

Alinghi SUI 64 versus NZL 82: Alinghi SUI 64 gewinnt 5:0

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