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Ernesto Bertarelli (SUI, Links) und Pierre-Yves Firmenich (SUI) Commodore of Societe Nautique de Geneve, mit Skipper Brad Butterworth und der silbernen Kanne, dem zeichen des Cups. (Foto © Th.Martinez/ Alinghi)
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Valencia: Wind aus Süd-Südost bei 10 bis 12 Knoten, um 14 Uhr auf 14 bis 16 Knoten auffrischend und auf Südost wechselnd. Am späten Nachmittag zurück auf Süd-Südost. Höchsttemperatur 30 Grad Celsius.
Alinghi führte an der ersten Luvtonne mit 7 Sekunden, aber NZL kann sich die Führung zurückerobern und rundet das Leegate mit 14 Sekunden Vorsprung. Alinghi kann auf der zweiten Kreuz zu NZL aufschließen und die Kiwis entschieden sich zu einem drastischen Manöver. Die Folge: NZL segelt auf Steuerbordbug fast auf Gegenkurs auf Alinghi SUI 100 zu. Die Kiwis müssen sich freihalten – aber sie fallen nicht genug ab. Alinghi auf Backbordbug muss ausweichen, anluven, wenden. Die Schiedsrichter in den RIB’s dahinter hissen sofort die Fahne: Regelverstoß, Strafkringel für NZL.
Alinghi führt an der dritten Boje – aber die Neuseeländer sind dichtauf. Ed Baird auf Alinghi Sui muss sich vorsehen, denn die Neuseeländer brauchen ihren Strafkringel erst kurz vor der Ziellinie zu segeln, können also noch überholen und bei genügend Vorsprung noch gewinnen!
Beide Yachten segeln unter Spi auf das Ziel zu. Noch 300 Meter bis zur Linie – Alinghi führt, aber NZL kommt näher! Noch 200 Meter – und da passiert es: Der Wind dreht, flaut ab, und beim Bergen des Spis und setzen der Genua klemmt es bei Alinghi, ein Teil des Spi liegt im Wasser, Alinghi steht fast.
Noch 200 Meter bis ins Ziel – und Neuseeland führt! Muss aber noch den Strafkringel segeln. Alinghi nimmt nur sehr langsam wieder Fahrt auf.
Dean Barker auf NZL dreht kurz vor dem Ziel – in Führung liegend ! – in den STraf-Kreis ein. Alle halten den Atem an. NZL dreht weiter , viel zu langsam für seine Fans. Aber die Schiedsrichter passen auf … Alinghi kommt langsam näher an die Ziellinie …. NZL dreht weiter … nimmt Fahrt auf zur Linie … nur wenige Meter noch … und :
Da geht Alinghi SUI 100 mit wenigen Metern Vorsprung, mit sagenhaften 2 Sekunden Vorsprung, durchs Ziel. Sieg auf den letzten Metern.
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Brad Butterworth (li.) und Ernesto Bertarelli freuen sich auf Alinghi SUI 100 nach dem Zieldurchgang über den Sieg. (Foto © Gilles Martin-Raget)
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Der Jubel und das Läuten der Kuhglocken ist unbeschreiblich. Alinghi SUI wird zum Partyboot, alles Jubel, lacht. Die Schweizer haben mit Geld, bestem material, vor allem aber mit hervorragender Teamarbeit und viel viel Motivation das Unglaubliche geschafft: Sie haben als Newcomer den Cup geholt, nach Europa geholt nach 152 Jahren, und haben ihn jetzt sogar siegreich verteidigt.
«Dies ist ein fantastischer Tag für Alinghi – nach vier Jahren harter Arbeit haben wir den America’s Cup erneut gewonnen. Die Crew, die Designer und die Landcrew haben während der ganzen Serie erstklassige Arbeit geleistet. Wir haben hart gegen einen starken Herausforderer gekämpft und gewonnen. Heute Abend wird gefeiert!», erklärte Team-Skipper Brad Butterworth.
Kurz nach dem Zieleinlauf konnte Ernesto Bertarelli, Alinghis Präsident, die Kanne hochheben und mit seinem Team, darunter Sportdirektor Jochen Schümann, vor rund 40 000 Zuschauern über den erneuten Sieg jubeln.
Homecoming-Tour mit der Kanne
Alinghi möchte den Jubel und die Freude über den erneuten Gewinn des America's Cup mit den Fans teilen und wird mit dem berühmten Auld Mug eine «Homecoming-Tour» durch die Schweiz machen, die am 8. Juli um 17:00 Uhr im Parc Des Eaux Vives von Genf beginnt. Diese «Rückkehr nach Hause» fällt mit dem 150. Geburtstag des Lancierung des America's-Cup-Events zusammen und ist für die Bevölkerung frei zugänglich. In der Folge werden Team-Mitglieder mit dem America's Cup in Zürich (10. Juli), Bern (12. Juli) und Lugano (14. Juli) Halt machen, die Fans treffen und die Abenteuer der siegreichen 32. America's-Cup-Kampagne Revue passieren lassen. Zusätzlich wird das Team in den nächsten Monaten voraussichtlich auch andere Länder und Kontinente besuchen, um Segel- und Sport-Fans weltweit die Gelegenheit zu geben, den «Auld Mug» aus nächster Nähe zu bestaunen und mehr über die Faszination dieses einzigartigen und immer populäreren Wettkampfs – America's Cup – zu erfahren.
Am heutigen Mittwoch gibt es auf ARD eine Zusammenfassung in der Sportschau live mit Studiogast Jochen Schümann am Mittwoch, 04.07.,00.40 - 01.40 Uhr.
Lesen Sie dazu auch:
Americas Cup: Wohin geht’s mit SUI und NZL ?
Americas Cup 2007
www.alinghi.com
www.emiratesteamnz.com
Fakten zu Alinghi:
Segelnummer: SUI100
Yacht Club: Société Nautique de Genève
Land: Schweiz
Gründung des Syndikats: 2000
Syndikats-Präsident: Ernesto Bertarelli
Skipper: Brad Butterworth
Steuermann: Ed Baird
Designer: Rolf Vrolijk und das Alinghi-Designteam
Bootsbauer: Décision S.A Schweiz und das Alinghi-Bootsbauerteam
www.alinghi.com
Die Mannschaft von Alinghi SUI 100:
Bowman Pieter van Nieuwenhuyzen
Midbowman Curtis Blewett
Mastman Francesco Rapetti
Pitman Josh Belsky
Grinder Mark McTeigue
Grinder Matt Welling
Trimmer Simon Daubney
Trimmer Lorenzo Mazza
Grinder Will McCarthy
Grosssegel-Trimmer Warwick Fleury
Stratege / Traveller Murray Jones
Runner / Pitman Dean Phipps
Runner / Grinder Rodney Ardern
Navigator Juan Vila
Afterguard Ernesto Bertarelli
Taktiker Brad Butterworth
Steuermann Ed Baird



