Americas Cup: Wieder ein Sieg für das Deutsche Team
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Alinghi(SUI75) gegen BMW-Oracle Racing(USA87) an der ersten Bahnmarke. (Foto © Ivo Rovira/Alinghi) |
Das Match des Tages hiess Alinghi gegen BMW ORACLE Racing
Alinghi segelte gegen BMW ORACLE Racing einen ausgezeichneten Vorstart, kämpfte um die rechte Seite und hatte Timing und Distanzen perfekt im Griff. Ed Baird am Steuer, Brad Butterworth als Taktiker und Piet van Nieuwenhuyzen als Bowman timten den Start mit höchster Präzision, überquerten die Linie mit viel Geschwindigkeit und einer Bootslänge Vorsprung auf den Challenger of Record. „Ich denke, wir sind gut gestartet, hatten von Beginn weg eine gute Geschwindigkeit und guten Druck auf der rechten Seite; wir hatten zu jeder Zeit alles unter Kontrolle und sie haben nicht attackiert. So konnten wir zur Layline segeln und das Rennen kontrollieren – von da an gaben wir die Führung nicht mehr aus der Hand“, kommentiert Jochen Schüman, Stratege, das Rennen.
SUI75 segelte nach links – Murray Jones war hoch oben im Rig und hielt Ausschau nach einer Brise – und lag knapp acht bis neun Meter vor BMW ORACLE Racing, die leewärts steuerte. Die zwei preschten auf der linken Seite hoch zur Luvtonne, Alinghi rundete mit 21 Sekunden Vorsprung, vollführte ein sauberes Manöver, segelte nach rechts raus und konnte die knappe Führung bis zur Leemarke auf 33 Sekunden ausbauen.
Jochen Schümann, Stratege an Bord, meinte heute Morgen: „Es ist auf jeden Fall sehr wichtig für uns, zu sehen wie die neue BOR gegen SUI75 abschneidet. Das wird eine interessante Lektion. Doch es ist nur ein Rennen; wir müssen gut segeln heute und beweisen, dass wir ein intelligentes Team sind.“
Und genau das taten sie auch: Sie segelten in der Mitte des Kurses hoch, kreuzten nach zwei Dritteln der Strecke vor der BOR nach rechts und rundeten die zweite Luvtonne mit nur gerade 13 Sekunden Vorsprung. Auf der letzten Vorwindstrecke war das Rennen wieder völlig offen, aber Alinghi setzte sich durch und gewann das Rennen mit einer Führung von 21 Sekunden. „ Es ist eine Erleichterung, wenn man die Ziellinie überquert, denn es kann auch in letzter Sekunde etwas schief gehen. Doch wir haben uns gut geschlagen und können mit Sicherheit sagen, dass SUI75 immer noch mithalten kann!“, betonte Jochen und fügte hinzu: „Wir segelten ein gutes Rennen und haben klar gewonnen. Nun ist es an ihnen (BOR), sich Gedanken zu machen.“
Alinghi gegen Team Shosholoza
In Match 3 des ersten Flights des Tages, segelte Alinghi ein knappes Rennen gegen Team Shosholoza, die Herausforderer aus Südafrika. Beide Boote hatten einen guten Start, Shosholoza überquerte die Startlinie mit einer Sekunde Vorsprung. Sie segelten nach links raus und Alinghi, auf der Luvseite und mit dem Vorteil von rechts, holte einen kleinen Vorsprung heraus und rundete die obere Marke mit einer Führung von 9 Sekunden. Alinghi baute diesen Vorsprung bis zur Leemarke auf 15 Sekunden und auf 28 Sekunden bei der oberen Marke aus. Auf der letzten Vorwindstrecke konnte Shosholoza etwas Terrain gutmachen, doch Alinghi gewann mit 21 Sekunden Vorsprung. Jochen über dieses knappe Rennen: „Es war wieder äusserst knapp, wir distanzierten sie um eineinhalb Längen – das zeigt, dass die ganze Flotte leistungsmässig näher zusammengerückt ist.“
Deutsches Team gewinnt klar gegen das China Team
Mit einem großen Vorsprung hat das United Internet Team Germany bei seinem zweiten Sieg beim Louis Vuitton Act 10 die Ziellinie passiert. Das deutsche Team gewann gegen das China Team, das 1:50 Minuten später die Ziellinie passierte. Nach dem windbedingt verschobenen Start ist der fünfte Tag von Act für Skipper Jesper Bank und seine Mannschaft erfolgreich zuende gegangen. "Dieser Sieg war ein Pflichtsieg – und außerdem sehr gut für die Stimmung", sagte Bank nach dem Rennen.
Nach dem Start blieben beide Boote lange dicht beieinander, doch nach der ersten Wende ging die deutsche Yacht in Führung. "Es war das erste Mal bei diesem Act, dass wir schneller und höher am Wind segeln konnten als der Gegner. Das haben wir noch auf dem Boot kräftig gefeiert", sagte Jesper Bank. So vergrößerte sich der Vorsprung immer weiter und betrug im Ziel 400 Meter.
Die Freude der Segler war groß – auch deshalb, weil sie zuvor gegen das spanische Team Desafio Español 2007 trotz eines guten Rennens verloren hatten. Die Enttäuschung darüber war Bank anzumerken: "Wir hatten wirklich einen Superstart, aber auch das hat nichts geholfen." Nach dem Sieg war gegen China war die Stimmung wieder sehr gut. Mit viel Applaus und Sekt wurde das United Internet Team Germany im Hafen empfangen. Dazu kommt die Hoffnung, dass morgen ein weiterer Sieg möglich ist. Der sechste Tag wird italienisch für das deutsche Team, denn es segelt gegen +39 Challenge und Mascalzone Latino Capitalia Team. Vor allem gegen das Team von +39, dem bisher nur ein Sieg gelang, rechnet sich Jesper Bank Chancen aus: "Auch das ist für uns eigentlich ein Pflichtsieg, wenn wir die in der Gesamtwertung hinter uns lassen wollen."
Flight 8
Desafío Español 2007 (ESP65) siegt über United Internet Team Germany (GER72)
Alinghi (SUI75) siegt über Team Shosholoza (RSA83)
BMW ORACLE Racing (USA87) siegt über China Team (CHN79)
Emirates Team New Zealand (NZL84) siegt über Mascalzone Latino - Capitalia Team (ITA77)
Victory Challenge (SWE63) siegt über +39 Challenge (ITA59)
Flight 9
Mascalzone Latino - Capitalia Team (ITA77) siegt über AREVA Challenge (FRA60)
Team Shosholoza (RSA83) siegt über +39 Challenge (ITA59)
United Internet Team Germany (GER72) siegt über China Team (CHN79)
Emirates Team New Zealand (NZL84) siegt über Desafío Español 2007 (ESP65)
Alinghi (SUI75) siegt über BMW ORACLE Racing (USA87)
Valencia Louis Vuitton Act 10
Vorläufiger Punktestand:
(Ranking - Team - Races won/Races run - Points)
1 - Alinghi (SUI75) - 8/9 - 8
1 - Emirates Team New Zealand (NZL84) - 8/9 - 8
1 - Luna Rossa Challenge (ITA86) - 8/9 - 8
4 - BMW Oracle Racing (USA87) - 7/8 - 7
5 - Victory Challenge (SWE63) - 6/9 - 6
6 - Desafío Español 2007 (ESP65) - 5/9 - 5
7 - Team Shosholoza (RSA83) - 3/9 - 3
7 - Mascalzone Latino-Capitalia Team (ITA77) - 3/9 - 3
9 - AREVA Challenge (FRA60) - 2/9 - 2
9 - United Internet Team Germany (GER72) - 2/9 - 2
11 - +39 Challenge (ITA59) - 1/8 - 1
12 - China Team (CHN79) - 0/9 – 0
Format und Punktsystem
Der Valencia Louis Vuitton Act 10 vom 11. bis 18. Mai besteht aus 66 Match-Rennen (jeder gegen jeden). Der Sieger jedes Match bekommt einen Punkt. Gewinner ist das Team mit den meisten Punkten.
Valencia Louis Vuitton Act 11 vom 19. bis 21. Mai besteht aus 5 Fleet-Races. Der Sieger dieses Flotten-Rennens mit allen Booten erhält 12 Punkte, der Zweite 11 und so weiter.
Die Termine in Valencia:
Louis Vuitton Act 10
16. März
Flight 11, match 5: Mascalzone Latino-Capitalia Team / United Internet Team Germany
Es folgen dann in Valencia die Fleetraces von Act 11 (19. bis 21. Mai)
und ein weiterer Matchrace-Act vom 22. Juni bis 2. Juli (Act 12).
Der Punktestand nach den vorherigen Acts 2005:
Alinghi SUI 71 Points
Emirates Team New Zealand 61 P.
BMW Oracle Team USA - 61 P.
Luna Rossa Challenge ITA 57 P.
Desafio Espaniol ESP 42 P.
Victory Challenge SWE 34 P.
K Challenge FRA 32 P.
+39 Challenge ITA 32 P.
Mascalzone Capitalia Team ITA 30 P.
United Internet Team Germany GER 21 P.
Team Shosholoza Südafrika 18 P.
China Team 9 P.
Lesen Sie dazu auch:
www.United-Internet-Team-Germany.de


