Around Alone: Ärztliche Hilfe

21. April 2003 - Weil er starke Schmerzen hatte und befürchten musste, dass seine gebrochenen Rippen die Lungen durchbohren, rief Skipper Alan Paris von "BTC Velocity" die medizinische Hilfe über Funk zu Rate. Paris hatte einen Wal gerammt, beim Aufprall wurde der Skipper gegen die Kante des Navigationstisches geschleudert. Die führenden Boote der Klasse 1 haben den Passat mit mehr Wind erreicht, die anderen hoffen in der unglaublichen Hitze inzwischen auf mehr Wind und weniger Ofenglut. Die ersten Yachten werden im Ziel Newport / Rhode Island am 1. Mai erwartet.

Emma Richards auf "Pindar" beim Start in Bahia (Foto © Mary Ambler / www.aroundalone.com)

Paris rief um ärtzliche Funk-Hilfe, weil er plötzlich drohte, mit den stechenden Schmerzen bewusstlos zu werden und weil er Ausbrüche von kaltem Schweiss dabei hatte. Nach der Beratung, so Paris, war klar, das er eine oder zwei Ripper gebrochen hatte. Sie haben jedoch nicht die Lungen durchbohrt. Gebrochene Rippen, meinte der Skipper, heilen in etwa 10 Wochen ab – so dass er mit Schmerzen und unter Schmerzmitteln in Newport ankommen werde.

 

Auch Tim Kent auf "Everest Horizontal" musste den Funkarzt anrufen – er hatte geradezu betäubende Schmerzen im Unterkliefer – Zahnschmerzen und –Krankheiten sind etwas, was alle Skipper fürchten. Auf Anweisung des Doktors nimmt er jetzt Antibiotica und ein starkes Schmerzmittel – nicht gerade die besten Voraussetzungen, um hart zu segeln.

 

Die anderen kämpften derweil eher mit flauen Winden nördlich der brasilianischen Küste. Emma Richards etwa, um mit "Pindar" noch den dritten Platz im Gesamtclassement verteidigen zu können. Und Thierry Dubois auf "Solidaires" hat inzwischen ein Gedicht geschrieben, um ganz klar zu machen, dass er noch vorne mitmischen wird ... Emma Richards hatte kurz vor dem Äquator, als sie bereits eine Flasche Wein köpfen wollte für die Überquerung, Thierry Dubois' Stroboskob-Licht wenige Meilen vor sich gesehen – beide Skipper hatten den östlichen Kurs gewählt nach dem Start in Bahia und wesentlich weniger Wind als die anderen gefunden, die näher unter Land segelten. Inzwischen haben beide aber den Passat gefunden und Richards freut sich über neun Knoten Geschwindigkeit ...

 

Vorneweg haben sich der überragende Favorit und Führende Bernard Stamm auf "Bobst Group Amor Lux" und Simone Bianchetti auf "Tiscali" abgesetzt und bereits den Passat erwischt. Der an dritter Stelle liegende Bruce Schwab auf Ocean Planet liegt allerdings bereits 380 Meilen auf Stamm zurück.

 

Die Positionen am 21. April – 6 Uhr UTC

 

Klasse I – 60 Fuß

 

1. Bobst Group-Armor Lux, Bernard Stamm- 2064 Seemeilen zum Ziel

 

2. Tiscali, Simone Bianchetti – 101 Seemeilen zurück

 

3. Ocean Planet, Bruce Schwab – 380 sm zurück

 

4. Solidaires, Thierry Dubois –525 sm

 

5. Pindar, Emma Richards – 557 sm

 

Klasse II – bis 50 Fuß

 

1. Tommy Hilfiger, Brad Van Liew – 2500 Sm zum Ziel

 

2. Everest Horizontal, Tim Kent – 130 sm zurück

 

3. Spirit of yukoh, Kojiro Shiraishi – 416 sm

 

4. BTC Velocity, Alan Paris – 581 sm

 

Spirit of Canada, Derek Hatfield - auf dem Weg nach Bahia, um das 4. Bein zu Ende zu segeln!

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Around Alone – Die Skipper

Die website der Weltregatta:

www.aroundalone.com

 

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