Around Alone: Dubois 1. Sieg
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Thierry Dubois auf "Solidaires" geht nach 7888 Seemeilen durchs Ziel in Bahia / Brasilien. (Foto © Marc Pepper Marinepics/ www.aroundalone.com) |
Nur knapp vier Stunden nachdem Bernard Stamm mit einem leisen Windhauch die Ziellinie überquert hatte, kam auch Thierry Dubois mit "Solidaires" ins Ziel. Es war ein bittersüßer Sieg für den Franzosen – wollte er doch Erster über alles im Ziel sein. So gewann er wenigstens die Etappe, nur um Stunden geschlagen von dem überragenden Schweizer auf "Bobst Group Amor Lux" . Beide sind Freunde bei aller Konkurrenz, und sie werden schon zusammen feiern! Stamm, der drei Etapppen gewonnen hat, hatte 18 Stunden mit der Reparatur seines gebrochenen Kiels in Port Stanley auf den Falklands verbracht. Der Arm, der den Schwenkkiel zur seite bewegt, war in der fürchterlichen See vor Kap Horn angebrochen. Für die Reparatur mit fremder Hilfe kassiert Stamm nun eine 48-Stunden Zeitstrafe.
Und muss um seinen bisher zweiten Platz bangen: Er muss jetzt Simone Bianchetti auf "Tiscali" an dritter und Emma Richards auf "Pindar" an vierter Stelle beobachten. Wenn Bianchetti mehr als 48 Stunden später als er ins Ziel kommen, bleibt er zweiter und führt weiter mit 2 Punkten vor Dubois auf "Solidaires". Kommt "Tiscali" früher als mit 48-Stunden-Distanz ein, liegt Stamm fast gleichauf mit Dubois auf "Solidaires" ! Und wenn sogar die 27-jährige Emma Richards die 48-Stunden Spanne unterbietet, dann muss Stamm in die letzte Etappe mit Gleichstand zu Dubois !
42 Bohrinseln!
Emma Richards auf "Pindar", die ein fast bruchloses Rennen von Neuseeland nach Bahia gesegelt ist, hat allerdings – wie Bianchetti – kurz vor Brasilien arge Schwierigkeiten: Vor der Küste liegen eine Unzahl von Bohrinseln. Am Montag zählte Richards nachts auf ihrem Radar 42 Objekte, wie Bohrinseln, Schlepper, Versorgungsgboote , und alle in Fahrt oder nicht in Fahrt, aber in Bewegung. Und das in einem Radar-Umkreis von nur 12 Meilen!
Gekentert!
Erst einen Tag nach dem Mastbruch wurde auch bekannt, wie Derek Hatfield auf Spirit of Canada seinen Mast verlor: Er kenterte Heck über Bug! Die Yacht befand sich in einem Sturm, in dem ein Marineschiff Böen bis 70 Knoten maß! Da Hatfield nahe am Kap Horn segelte, kam er über das flachere Festlands-Schelf, in dem sich die Seen aufsteilen. Und die sollen fast 40 Fuß hoch gewesen sein, also rund 12 Meter! Die 50-Fuß-Yacht surfte eine steile, brechende See hinunter, Hatfield steuerte selbst, und dann knallte sie mit dem Bug ins Wellental des Monsters. Und ging Kopfüber. Hatfield fühlte, wie er unter dem Boot im Wasser lag. Dann hörte er eine "Explosion" – der Carbon-Mast war gebrochen. Im selben Moment rollte die Yacht wieder zurück, und Hatfield fand sich glücklicherweise auf dem demolierten Boot wieder. Er ist inzwischen in Ushuaia in Feuerland und hofft, die diversen Schäden an seinem Boot, inklusive der kaputten Computer und Generatoren, wieder reparieren zu können. Er hat sich jahrelang auf dieses Rennen um die Welt vorbereitet und mühsam Sponsoren zusammen bekommen!
Die Positionen am 11. März:
KLASSE 1 – 60 Fuß:
1. Solidaires, Thierry Dubois, im Ziel Bahia
2. Bobst Group-Armor Lux, Bernard Stamm, im Ziel
3. Tiscali, Simone Bianchetti, noch 310 sm
4. Pindar, Emma Richards, 429 sm
5. Ocean Planet, Bruce Schwab, noch 11527 sm
6. Hexagon, Graham Dalton, Mastbruch, im Rennen, in Argentinien
KLASS 2 (40 – 50 ft):
1. Tommy Hilfiger, Brad Van Liew, 586 Seemeilen
2. Everest Horizontal, Tim Kent, 971 sm zurück
3. Spirit of yukoh, Kojiro Shiraishi, 1030 sm zurück
4. BTC Velocity, Alan Paris, 1650 sm zurück
5. Spirit of Canada, Derek Hatfield, 2907 sm zurück, Mastbruch,in Feuerland
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