Calais Round Britain Race 2005: Drei mussten aufgeben27. Mai 2005 - Der wilde Ritt der Open60s zum berühmt-berüchtigten Fastnet-Felsen hat beim Calais Round Britain Race Opfer gefordert: Drei der bekannten Hochseeskipper auf den 18-Meter-Racern mussten aufgeben. Im Westen Irlands mussten die Boote bei Wind bis zu 46 Knoten (Stärke 9) unter harten Bedingungen Nord gewinnen. Unter den Aufgaben auch der Schweizer Bernard Stamm auf »Cheminées Poujoulat«, der mit einem Gegenstand kollidierte und sein Schwert verlor. Ohne Chancen, am Wind zu segeln, kehrte er Richtung Brest zurück.

»Pindar« musste aufgeben, »Sill« und »Bonduelle« (hinten) kämpfen weiter (Foto © Gilles Martin-Raget)

Der Vorfall passierte nachts gegen 1 Uhr. Stamm und seine Crew versuchten weiter, am Wind zu segeln, mussten aber bald erkennen, dass es keinen Zweck hatte. »Wir können nicht länger am Wind segeln«, so Stamm über Funk. Das Schwert auf den Open60s verhindert mit dem Schwenkkiel die Abtrift. Ohne das seitlich angebrachte, absenkbare Schwert können die 18-Meter-Renner keine Höhe laufen. Stamm musste damit aufgeben – nach all der Arbeit, sein Boot wieder fit zu machen, nachdem es inm Transat den Kiel verloren hatte und gekentert war.

 

Auch Emma Richards auf »Pindar« hatte bereits im Kanal aufgeben müssen. Das harte Seegebiet mit seinen Strömungen, mit Wind gegen Strom und den starken Wind forderte seine Opfer.

 

Auch Jean Baptiste Dejeanty auf »Caen la Mer« musste in der Nacht zuvor aufgeben: Er verlor alle Energie auf dem Schiff und hatte weder arbeitende Ballasttanks noch die Möglichkeit, den Kiel zu schwenken.

 




»Sill et Véolia« mit Skipper Jourdain beim Calais Round Britain Race (Foto © Gilles Martin-Raget)

An der Spitze des Feldes auf dem insgesamt 1.850 Seemeilen langen Kurs kämpft Roland Jourdain gegen Böen von 46 Knoten und eine harte See westlich von Irland. Hinter ihm segelt das Schwesterschiff »Bonduelle« mit Jean le Cam – aber Jourdain will sicherlich gewinnen, nachdem er im Vendée Globe aufgeben musste. Mike Golding, auch er ein Vendée-Skipper, liegt hinter ihnen. Jean-Pierre Dick (ebenfalls Vendée-Globe-Skipper) ist zurückgefallen, nachdem eine Genua zerrissen war. Aber die Crew, so Dick, sei danach motivierter denn je.

 

»Es ist einer der schwierigsten und herausfordernsten Kurse in Europa,« meinte der Sieger im Vendée Globe 2005, Vincent Riou, gestern dazu.

 

Text: Jo Achim Geschke

 

Classement

Stand: Dienstag, 24. Mai 2005, 18.00 Uhr GMT.

 

Platz

Land

Skipper

Bootsname

Sm zum Ersten

Open60s – Calais Round Britain Race 2005

1

FRA

Roland Jourdain

Sill & Véolia

0,00

2

FRA

Jean Le Cam

Bonduelle

5,90

3

GBR

Mike Golding

Ecover

8,70

4

FRA

Jean-Pierre Dick

Virbac-Paprec

43,50

 

GBR

Emma Richards

Pindar Alphagraphics

Aufgabe

 

SUI

Bernard Stamm

Cheminées Poujoulat

Aufgabe

 

FRA

Jean-Baptiste Dejeanty

Caen la Mer

Aufgabe

 

Website der Regatta: www.calaisroundbritainrace.com

 


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