DaimlerChrysler North Atlantic Challenge: Uca schnellste

06. Juli 2003 - DCNAC / UCA holt den Titel „schnellste Yacht“ nach gesegelter Zeit/ Zieleinläufe jetzt Schlag auf Schlag/ Es war die Nacht der Zieleinläufe - Von Freitag auf Sonnabend liefen Schlag auf Schlag acht Schiffe in Cuxhaven ein. Die "Haspa Hamburg" kämpfte sich am Freitagabend bei grauem Himmel, Sturm und Regen, aber mit strahlenden Gesichtern in Cuxhaven über die Ziellinie. Die junge Crew, unter der Führung von Skipper Georg Christiansen startete für den Hamburgischen Verein Seefahrt und schlug sich vortrefflich im Rennen um die berechneten Plätze.

Die Haspa Hamburg in der Welle vor Cuxhaven (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de)

Zur Zeit rangiert die "Haspa Hamburg" vom Typ X 482 im Gesamtklassement auf Rang 6, in der IMS Rechnung sogar auf Platz 3.

Genau um 19:28 Uhr und 11 Sekunden segelte die blaue Yacht dicht

unter der Seebäderbrücke über die Ziellinie und war damit 19 Tage 23

Stunden 18 Minuten und 11 Sekunden unterwegs. Als nächste Yacht rauschte

die Baltic 64 „Tanassa“ an dem „Race Box“ genannten Container des Race

Office auf der Seebrücke vorbei und querte die Ziellinie um 00.01 Uhr

und 31 Sekunden. Gefolgt von der „Haze“ um 0.49 Uhr und 16 Sekunden. Die

Stimmung auf der Seebrücke steigerte sich zunehmend und immer mehr

Zuschauer tauchten in der Nacht auf um erst die „Peter von Danzig“

begeistert zu empfangen (2.09 Uhr 18 Sekunden) und dann auf den Star der

Nacht zu warten.

Die „Uca“, die sich den Titel schnellste Yacht nach gesegelter Zeit

erkämpfte, kam wie ein Phantom aus dem Dunkeln auf. Denn mit etwa 16

Knoten über Grund rauschte die Yacht von Klaus Murmann um 3.23.05 Uhr so

schnell über die Linie, dass nicht einmal das Begleitboot mit den

Scheinwerfern mitkam. Der kleine Sturmspinnaker war gesetzt und nach nur

13 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden erreichte die

beeindruckende 26-Meter Yacht den Zielhafen. Ein großer Empfangsbahnhof

erwartete die Crew zum kurzen Stopover und der Champagner floss in

Strömen. Zur Begrüßung waren in der Nacht auch die Konstrukteure der

schnellen Rennmaschine angereist. Fietje Judel und Torsten Conradi vom

Designbüro Judel/Vrolijk ließen es sich nicht nehmen den brandneuen

Maxi-Racer nach der Feuertaufe in Augenschein zu nehmen. Und alle

Crewmitglieder berichteten einhellig: das Schiff ist super, alles ist

heil geblieben und wir haben viel Spaß gehabt. Im ersten Dämmerlicht

saßen die müden Krieger dann auf der Pier und futterten ihr erstes Steak

nach zwei Wochen Knochenarbeit. Eigner und Skipper Klaus Murmann

berichtete: „Die Wetterbedingungen waren für uns denkbar schlecht. Bis

Point Alpha mussten wir gegenan segeln und dann vor Fair Isle auch

wieder. Nur in der Nordsee lief es jetzt zum Schluss richtig gut. Aber

mit dem Schiff bin ich sehr zufrieden, wir sind sauber gesegelt. Die

Crew hat hervorragende Leistung gezeigt. Der Wehrmutstropfen des zweiten

Starts ist dennoch sehr groß. Wenn wir im ersten Start gefahren wären,

hätten wir mehr erreichen können. Unser Ziel war neben der besten

gesegelten Zeit auch der berechnete Sieg.

Timmy Kröger, Segelprofi aus Hamburg, segelte bereits zweimal im Round

the World Race um den Globus. „Das Boot ist sehr groß und die Kräfte

sind enorm, da muss die Crew ordentlich ackern und ein gutes

Zusammenspiel ist besonders wichtig – aber das Schiff macht einfach

Spaß. Es segelt sich natürlich ganz anders als die V60’s, es ist viel

größer und auch die Segelflächen sind viel größer, daher kostet jeder

Segelwechsel sehr viel Kraft“, so der Langstreckenspezialist.

Nach der „Uca“ zog als nächstes die „Volksfürsorge“ in die Elbmündung

ein und querte bereits mit ausreichend Tageslicht um 5.24.52 Uhr die

Ziellinie um die 3600 Meilen lange Regatta zu beenden. Das

Schmuddelwetter ließ sich jedoch noch nicht abschütteln. Es pustete

weiterhin mit etwa sechs Beaufort aus westlichen Richtungen, angereichert mit Schauern.

 

Kings Legend

Kings Legend (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de)

 

Kurz nacheinander kamen dann am Morgen die

DaimlerChrysler-Mitarbeiteryacht „King’s Legend“ und der Open 60 „Team

888 “ gegen die heftige Tide kämpfend ins Ziel. Die Stimmung der

deutsch-amerikanisch gemischten Crew der „King’s Legend“ war kaum zu

überbieten. Groß war die Freude über das gute Abschneiden. Derzeit liegt

die Swan 65 berechnet auf Rang 7. „ Das war ein harter Trip und wir

mussten mehr am Wind segeln als uns lieb war, aber obwohl wir uns vorher

alle nicht kannten und nur drei Tage Training hatten, ist die Crew mit

der Zeit super zusammen gewachsen“, erzählt Skipper Gijs van Liebergen.

Paul Hulsey, von DaimlerChrysler in den USA war mit an Bord dabei. „Das

war ein fantastisches Rennen und eine einmalige Erfahrung“, berichtet

er begeistert nach dem ersten Anlegerschluck.

Die Crew der britischen „Team 888“ war ebenfalls vergnügt über das gute

Abschneiden. Der Open 60, erlangte unter dem Namen „Kingfisher“

Berühmtheit, als die junge Britin Ellen MacArthur damit Einhand um die

Welt segelte und den zweiten Platz im Vendee Globe Challenge gewann.

„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Rennen, die Windbedingungen waren

gut für uns und das Baby läuft klasse“, sagte Jonny Malbron, Co-Skipper

der sechsköpfigen Crew, die berechnet auf Platz 2 rangiert. „Auf einem

Einhandboot mit sechs Mann zu segeln bedeutet, das nicht viel Platz

unter Deck ist, wir aber dafür schnellere Manöver fahren können“, so der

Brite von der „Team 888“, die als 20. Yacht einlief.

Das Race Comittee in Cuxhaven hatte die Nacht durchwacht und erwartete

am Samstag die „Paula“ und die „Mamelie“ (gegen 22.Uhr) im Ziel. Sonntag gefolgt von Brinkmann, Cheri, Bank von Bremen und

Sea Rose.

Leser des Seglermagazin.de finden die kompletten Berichte und die Fotos der meisten Yachten in den Artikeln unter

 

DaimlerChrysler North Atlantik Challenge

Die website des DCNAC:

 

www.dcnac.de

 

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