EDS Atlantik Challenge15. September 2001 - Open 60's kämpfen in vier Etappen zwischen Europa und den Staaten. Ellen MacArthur siegte mit Kingfisher, zeitweise skipperte Nick Moloney an ihrer Stelle den Open 60. Roland Jourdain (Sill) segelt nach überraschendem Mastbruch und Reparatur weiter knapp dahinter.

Mastbruch auf der Sill

Gestartet sind die circa 18 Meter langen Open 60's am 3. Juli in St. Malo an der französischen Atlantikküste. Teilnehmer: Allein vier Yachten, die am berühmten Vendé Globe 2000/2001 teilnahmen – darunter die inzwischen weltberühmte Zweite, Ellen MacArthur (Kingfisher), Roland Jourdain (Sill), Mike Golding (Ecover) und Josh Hall (Gartmore). Bei stürmischen Wetter kämpften sich die Crews auf der ersten Etappe durch den Kanal - und so kamen zum ersten Mal Open 60's nach Deutschland, nach Cuxhaven und Hamburg.

 

Auch die zweite Etappe Hamburg-Portsmouth war schon wegen der harten Böen im Kanal hart. Nach dem Start in England Richtung Boston und Baltimore gings zur Kehr mit Böen über 50 Knoten (Bft. 10). Gesamt Führender war bis dahin Sill (R. Jourdain) vor Kingfisher – obwohl die jetzt 25-jährige Ellen MacArthur die Etappe über den Alantik gewann. Sie kannte die Tour – sie war schließlich vergangenes Jahr Siegerin im Einhand-Transatlantik-Rennen (Europe1 Newman STAR) in der Einrumpf-Klasse der 60's.

 

Nur 14 Meilen nach dem Start, bei moderaten See-Bedingungen, passierte es dann: Urplötzlich kam bei Sill der Mast von oben. Die Crew baute ein Notrigg und segelte weiter bis ins Ziel. Dann gingen die Yachten auf den Weg zurück nach St. Malo – Kingfisher führte, knapp gefolgt von Sill.

 

In Baltimore hatten alle (!) Skipper und Teams dafür gestimmt, den Start zu verschieben – damit das Team von Sill Zeit hatte, den Mast zu ersetzen.

 

Auf der letzten Etappe von Baltimore nach St. Malo kämpften die Yachten zeitweise fast in Sichtweite miteinander, um dann im spannenden Endspiel den Sieger zu ermitteln: Kingfisher.

 

Ellen MacArthur war übrigens auf der letzten Etappe nicht an Bord. Sie trainierte auf dem Tri Foncia-Kingfisher für das nächste Rennen auf drei Beinen vor dem französischen Seebad Fecamp.

 



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