European Championship der IMS Klasse: Der König gewann
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L+M Hispaniola mit den Sponsorfarben von Murphy&Nye (Foto © Mareike Guhr ) |
Es waren genau zwei Yachten die König Harald von Norwegen zwischen sich und dem Konkurrenten Einar Sissener mit "Al Capone" benötigte, um die
Europameisterschaft der IMS Klasse in Sandhamn/Schweden zu gewinnen. Und die L+M Hispaniola von Kieler Unternehmer Horst Mann war eine davon, denn sie fand sich auf der Ergebnisliste der Langstreckenregatta Gotland Runt mit einem sechsten Platz zwischen dem König und seinem norwegischen Landsmann Sissener wieder. "Nach unserem Zieleinlauf (gegen drei Uhr morgens) sah es noch so aus, als wären wir ganz vorne. Der König kam sogar mit seinem Schlauchboot längsseits und hat gratuliert und später noch ein Bier ausgegeben", erzählt Horst Mann.
Aber bis zu dem ersehnten Bier war es ein weiter Weg. Denn dass die
Langstrecke so lang werden würde, damit hatten auch die Pessimisten unter
den Wetterinterpreten nicht gerechnet. 360 Meilen waren zu absolvieren, als
die Flotte am Sonntag zur letzten und entscheidenden Wettfahrt auf die Bahn
ging. Und erst 62 Stunden später querte die L+M Hispaniola die Ziellinie in
Sandhamn.
Die neue L+M Hispaniola vom Typ Vrolijk 42 geht in diesem Jahr erstmals mit
den Sponsorfarben von Murphy&Nye, dem italienischen Label für hochwertige
Segelbekleidung, auf die Bahn.
"Es war ein extrem anstrengendes Rennen, weil die ersten 24 Stunden völlige
Flaute herrschte und auch vor dem Ziel der Wind wieder sehr, sehr schwach
wurde", erzählt Thomas Jungblut, Taktiker auf der L+M Hispaniola.
Die Kieler Yacht hat das Rennen lange angeführt, aber die kleinen Yachten,
die später mit mehr Wind durchs Ziel rauschten, brachten die Wertung noch
einmal gehörig durcheinander.
"Wir haben alles gegeben und sind die Langstrecke wirklich gut gesegelt,
aber der Wind hat uns etwas im Stich gelassen. Unsere gute Leistung im
Gotland Runt ist auch nur ein schwacher Trost, denn wenn wir in einem der
Kurzstreckenrennen am vergangenen Freitag nicht mit einem Frühstart bestraft worden wären, hätten wir in der Gesamtwertung den dritten Platz erreicht", so Mann.
Aber selbst der bei der Jury eingelegte Protest, verbunden mit
Videomaterial, das klar zeigte, dass die L+M Hispaniola beim Startschuss
nicht über der Linie war, brachte keine Ergebniskorrektur. "Wir fühlten uns
etwas unsportlich behandelt, als am nächsten Tag die Frühstarter per Funk
zurückgerufen wurden, eine Geste, die sie uns vorenthalten haben", so der
Steuermann.
Die deutsche Yacht "Moonshine" (IMX 40) von Mathias Blumencron konnte mit einem hervorragenden zweiten Platz im Gotland Runt Rennen noch riesig
aufholen und den dritten Platz in der IMS Europameisterschaft ersegeln und
somit klar als bestes deutsches Schiff abschneiden.
Detaillierte Ergebnisse:
www.ksss.se oder www.gotlandrunt.se


