Marina Duisburg
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Marina Duisburg - der Hafenmeister auf Kontrollfahrt (Foto C Jo Achim Geschke) |
Am 3. Oktober startete ein großes Kinderfest im Innenhafen von Duisburg. Während die Lütten den Rap-Songs und Tänzen der "Turbo-Kids" zuguckten, konnten Väter und Mütter schonmal die neue Marina begutachten, die im Duisburger Innenhafen eröffnet hat.
Am Schwanentor, ganz in der Nähe der Innenstadt und nicht weit vom Bahnhof, entstanden 127 Liegeplätze, weitere 221 sind geplant. Die Marina will Dauerliegern und durchreisenden Skippern möglichst viel Komfort bieten: Wer an den Stahlbetonstegen liegt, kann nicht nur Landstrom anschließen: Außer Trinkwasser gibt's hier auch Kabel-TV. (Für die Nachrichten vom Volvo-Ocean-Race, die im Fernsehen eh nie laufen?) Platz ist für Boote bis 20 Meter Länge.
Herzstück der neuen Marina soll ein Ponton werden, auf dem Sanitäranlagen und ein Kiosk mit einer kleinen Kneipe Skipper und Skipperin die Zigaretten oder den kleinen Snack bieten sollen, wenn sie vom Duschen kommen.
Die Investitions-Kosten für die neue, sehr ruhig gelegene Marina ohne Schwell sollen bei 3,5 Millionen Mark liegen - wenn sie fertig ist. Nur wenige Schritte entfernt, wo jetzt schon ein Zubehörhandel gelegen ist, soll ein komplettes Maritimes Dienstleistungs-Zentrum entstehen. Mit integriert: Zubehörläden, ein Restaurant, sowie Yacht- und Motorboot-Händler, die ihre Schmuckstücke gleich im Innenhafen vorführen können. Außerdem ist hier ein Touristik-Zentrum geplant und ein Komfort-Hotel.
Die Preise für einen Liegeplatz sollen sich an der Konkurrenz in Düsseldorf orientieren - und die sind bemerkenswert: Der Ansatz von 3000 und 3500 Mark für ein 12-Meter-Boot könnte überboten werden. Denn mit dem TV-Service und der Architektur samt Museum und anderen kulturellen Angeboten nennt sich die Marina durchaus ein Schmuckstück.
Übrigens zurecht: Der Innenhafen mit den Wohnungen entlang neu angelegter, begrünter Grachten, den umgebauten alten Hafengebäuden, an denen etwa Sir Norman Foster mitwirkte, und die Alte Faktorei, das immerhin sehenswerte Museum Grothe, dazu der Altstadtpark mit dem Denkmal des bekannten Architekten Dani Caravan - und nicht zuletzt die Kneipe in der "Küppersmühle" - das alles schafft eine angenehme, abwechslungsreiche und nicht zu sehr gelackte Atmosphäre in der Marina.
(JAG)


