Match Race Germany: Halbfinale ohne Deutsche Crews
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Mathieu Richard (FRA) wird seiner Favoritenrolle gerecht. Deutlich zu sehen: Die Segler kämpfen in Sichweite des Ufers - gut für die Zuschauer.(Foto © Rosaly Magg/ Match Race Germany)
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«Wir hatten keinen guten Tag, haben in einigen Starts taktische Fehler gemacht und waren auch nicht schnell genug. So etwas passiert halt mal, wenn man wie ich zuletzt nicht regelmäßig an der Tour teilgenommen hat. Da fehlt es an der notwendigen Konstanz«, sagte der 43 Jahre alte Starnberger Wieser, der mit seiner Familie in Palma de Mallorca lebt. Gleich im ersten Duell des Tages im Duell gegen den Finnen Staffan Lindberg hatte Wiesers Mannschaft einen doppelten Penalty kassiert, musste zwei Strafkringel absolvieren und steuerte im Verlauf des Rennens auch noch eine falsche Wendmarke an.
Der französische Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard dagegen wurde seinem Favoritenstatus mit sechs Siegen auf dem Bodensee gerecht. Der russische Weltranglisten-Sechste Eugeny Neugodnikov erreichte vor Langenargen das Semifinale mit fünf Siegen. Mit jeweils vier Siegen qualifizierten sich Team Shosholozas italienischer America´s Cup-Steuermann Paolo Cian und Staffan Lindberg für die Halbfinal-Duelle.
Bei Bilderbuchwetter und stabilen Windverhältnissen um sieben bis zwölf Knoten konnte die Wettfahrtleitung am Pfingstsonntag allein bis zum Ende der Viertelfinalbegegnungen 27 Matchrace-Duelle ohne Verzögerungen austragen. «Das war angesichts der Wetterkapriolen zum Auftakt und der heute eindrucksvollen Zuschauerkullisse ein pures Vergnügen», freute sich Veranstalter Eberhard Magg. Bislang hat das Match Race Germany rund 25.000 Besucher an die Uferpromenade von Langenargen gelockt. Die Halbfinal-Duelle zwischen Mathieu Richard und Staffan Lindberg sowie Paolo Cian und Eugeny Neugodnikov begannen am späten Nachmittag. In Führung gingen zunächst die Crews Richard (2:0) und Cian (2:0). Das Match Race Germany endet am Montag mit der Fortsetzung der Halbfinals, dem Finale und der Siegerehrung am Nachmittag.
Prominentester Gast des deutschen Matchrace-Klassikers der Welttour war am Sonntag Olympiasieger Willy Kuhweide. Der Kommodore des Deutschen Challenger Yacht-Clubs, der die erste deutsche Herausforderung zum America´s Cup vor zwei Jahren in Valencia eingereicht hatte, kam als Fan mit dem Auto aus seinem Schweizer Wohnort Küssnacht. «Ich finde es ungeheuer beeindruckend, was die Familie Magg und ihre Helfer hier in zehn Jahren aufgebaut haben. Der Bodensee ist eine optimale Segelarena, wo das Zuschauen der direkt vor dem Ufer ausgetragenen Duelle so richtig Spaß macht. Das ist Matchrace vom Feinsten.»
Am Samstag zuvor:
Der Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard segelte als Sieger seiner Vorrunden-Gruppe ebenso ins Viertelfinale wie America´s Cup-Steuermann Sebastién Col (Frankreich), der Russe Eugeniy Neugodnikov und der Schweizer Eric Monnin. Aus der zweiten Vorrundengruppe qualifizierten sich der Starnberger Markus Wieser als Spitzenreiter, Shosholozas America´s Cup-Steuermann Paolo Cian (Italien), United Internet Team Germanys Stratege Michael Hestbaek (Dänemark) und Staffan Lindbergs Alandia Sailing Team aus Finnland für die Viertelfinalrunde.
Der dritte Renntag hatte es angesichts heftiger Wetterkapriolen in sich: Wettfahrtleiter Rudi Magg und sein Team vom Yacht-Club Langenargen konnten am Vormittag die Vorrunde bei leichten, aber fairen Windbedingungen beenden. Dabei war es gleich zum Auftakt zu einer Kollision zwischen dem Hamburger Journalisten Carsten Kemmling und Mathieu Richard gekommen, in Folge derer Kemmling einen Penalty kassierte und der Franzose das Match gewann.
Ergebnisse von Sonntag, 27. Mai:
Semi Final Flight 1
Mathieu Richard 1 0 Staffan Lindberg
Paolo Cian 1 0 Evgeniy Neugodnikov
Semi Final Flight 2
Mathieu Richard 1 0 Staffan Lindberg
Paolo Cian 1 0 Evgeniy Neugodnikov
www.matchrace.de


