Transat Jacques Vabre 2003: Segellegende Isabelle Autissier

13. November 2003 - Während die Flotte der Open60- und der 50-Fuß-Monos und Multis durch den Passat gen Bahia stürmt, müssen Skipper und Co-Skipper sich ständig abwechseln in der Arbeit, den Platz nur zu halten in dieser Flotte der Berühmtheiten. Die Weltumseglungen und Atlantik-Überquerungen, die bei diesen Skipperinnen und Skippern zusammen kommen, gehen in die Hundert. Eine der berühmtesten Seglerinnen ist dabei sicherlich Isabelle Autissier. Sie segelt mit Sebastien Josse auf VMI. 1995 wurde sie nach Tagen aus dem sturmdurchwühlten Südlichen Ozean gerettet, nachdem ihr Schiff bei der BOC Weltregatta gekentert war ...

Isabelle Autissier am 12. November an Bord der VMI, per Satellit übertragen (Foto © www.vmi.fr/voile/)

Die 47-jährige begann das Regatta-Segeln mit den Minis und kommt wie so viele in Frankreich aus der Szene der Tour Voile und der Figaros (Siehe Tour de France a la Voilesowie Die Figaro-Regatten)

1990/ 91 ist sie die auf Ecureuil Poitou-Charentes die erste Frau, die eine Einhand-Weltumsegelung in einer Regatta beendet. Sie wird siebte, trotz eines Mastbruchs. Sie wird mehr als zehn Jahre auf Open60s Regatten segeln. An vier Welt-Regatten nimmt sie teil, einschließlich des Vendée Globe 196 / 1997. Aber was erlebt sie dabei....

 

Immer wieder gekentert im Südlichen Ozean

 

Beim BOC Challenge 1994 – 95 gewinnt sie die erste Etappe in Kapstadt. Doch in der zweiten erwischt sie der Südliche Ozean, sie kentert und erleidet Schiffbruch mit ihrem Boot, wird gerettet. 1997 geht sie wieder auf die Einhand-Reise um die Welt, hat aber eine Havarie mit ihrem Schwert und segelt außerhalb der Wertung weiter – und wird zweite im Vendée Globe. 1998 –99 ist sie beim Around Alone dabei, wird zweite auf der ersten Etappe, doch sie kentert auf der zweiten Etappe im Südlichen Ozean.

 

Sie segelte 1998 –'99 außerdem als Crew bei Alain Gautier beim Fastnet, auf dem Open60 Whirlpool mit Catherine Chabaud, und bei der Tour de France a la Voile mit Jimmy Pahun.

 

Im Februar 1999 segelt sie auf der dritten Etappe im Ozean zwischen Australien und Kap Hoorn, das sie einmal als Co-Rekordhalterin umrundet hat. Sie liegt an der Spitze des Feldes. Als sie wiederum im Orkan mit ihrem Schiff dem Ozean Tribut zollen muss und kentert. Sie wird von ihrem Segelfreund Giovanni Soldini gerade noch gerettet. Als sie in Punta del Este an Land gesetzt wird, gibt sie ihren Abschied vom Segeln in Open60s bekannt.

 

Nachdem sie unter anderem als Sport-Kommentatorin gearbeitet hat, kehrt sie zu Regatten zurück. Der Drang aufs Meer, zum Segeln, ist stärker als die Erinnerung an die kalten Tage und Nächste im Südlichen Ozean mit einem lecken Schiff, in einer Rettungsinsel ....

 

Autissier an der Winch VMI

Autissier an der Winch VMI
 

 

Isabelle Autissier an der Winch auf VMI (Foto © www.vmi.fr/voile/ Benoit Stichelbaut)

 

Sie steigt, als sie gefragt wird, bei dem jungen, 28-jährigen Sebastien Josse ein, der das nächste Vendée Globe segeln will, und umrundet mit ihm England beim Round Britain Race (sechster Platz). Josse hat mit Bruno Peyron an der Jules Verne Trophy auf "Orange" teilgenommen, das Fastnet in seiner Klasse gewonnen. Und liegt jetzt mit Autissier an seiner Seite, die er wie eine Lehrerin betrachtet und von ihren Erfahrungen profitiert, auf Rang 5 im Feld der 13 Open60s, rund 300 Meilen hinter der führenden "Virbac" und nur 33 Meilen hinter PRB – die sie zunächst einholen wollen.

 

Isabelle Autissier

Isabelle Autissier
 

 

Isabelle Autissier (Foto © www.vmi.fr/voile/ Benoit Stichelbaut)

 

in einem Telefonat meldete sich Isabelle Autissier am Mittwoch (gestern) von Bord der VMI: "Zurzeit sind wir in einer wolkenreichen Zone, die so gar nicht den Passatregionen gleicht. Aber das ist nicht schlecht, denn die Wolken bringen stärkere Winde. Wir haben hier jetzt Nord-Ost mit 25 bis 30 Knoten ((Stärke 6 bis 7)) und JoJo (Josse) sitzt am Ruder und raucht wie ein Schlot. Wir haben den Autopiloten nicht an seit zwei tagen, weil wir am Ruder bessere Fortschritte machen." Nachts gehen sie nur zwei Stunden Ruderwache. VMI sei bestens in Form. "Was das Wetter abgeht, studiere ich lange Zeit die Satelliten-Karten, um mehr über den Pot au Noir heraus zu finden." So wird in Frankreich die der Flotte voraus liegende Zone der Kalmen, der Doldrums, der Rossbreiten mit ihren Flauten genannt – sehr frei übersetzt Schwarzer Topf ....

 

 

 

 

 

 

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Die website der Regatta :

 

www.jacques-vabre.com

 

 

 

 

 

 

 

 

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