Veterane und Newcomer
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Veteran startet die 57. Hochsee-Regatta
Die Yachten, die für die Distanz zwischen Sydney und dem Tasmanischen Hobart zwischen zwei und sechs Tagen brauchen, kommen aus Polen, Schweden und den USA und aus Australien. Der Cruising Yacht Club of Australia als Ausrichter wird traditionell das Rennen am 2. Weihnachtstag, dem 26. Dezember, starten. Die Replika der alten Starterkanone wird der 86-jährige Peter Luke abfeuern. Luke ist der älteste ehemalige Commodore des Australischen Clubs, den er 1944 mit gründete. Vor allem aber: Luke segelte 1945 mit seiner "Wayfarer" das Sydney-Hobart zusammen mit acht anderen Yachten. Der Veteran bewegt seine 1942 zu Wasser gelassene "Wayfarer" noch immer vor Port Stephens, wo er mit seiner Frau lebt. Luke hält seit dem Rennen von 1945 den Langsam-Rekord: Er brauchte mehr als 11 Tage. Das Fünf-Minuten-Signal vor dem Start gibt ein weiterer Veteran: Richard "Sighty" Hammond, der 1999 sein 40. Sydney-Hobart segelte. Er teilt seinen Rekord inzwischen mit dem Yachtsegler John Bennetto aus Tasmanien
Die Liste der gemeldeten Yachten zwischen 30 und 80 Fuß ( 10 bis 24 Meter) enthält berühmte Namen wie "Brindabella" von George Snow, eine Jutson 75 - die Brindabella II von Roger Sayers, oder die 35-Fuß-Yacht "AFR Midnight Rambler" vom Thomas/ Psaltis. Der segelt sein 20. Hobart. Oder auch die "Ragamuffin" von Segelcrack Syd Fischer, eine Farr 50 (15,50 Meter).
Die "Illbruck" im Sydney-Hobart 2000 (Foto: IllbruckChallenge)
Fisher ist ein Veteran des Sydney Hobart, er gewann mit einer "Ragamuffin" die Regatta 1992 über alles. Fisher's Ragamuffin wurde im Sturmrennen von 1998 Dritte.
Auch eine Yacht mit dem Namen "Brindabella" hat am Sydney-Hobart Race im Jahr 1998 teilgenommen - dem Rennen, bei dem ein Tief über die Flotte hinwegzog und vor der Bass-Straight Monsterseen von 25 (fünfundzwanzig) Metern aufbaute. Sechs Segler starben dabei auf See, fünf Yachten gingen unter und von 115 Startern kamen nur 44 an.
Das Seegebiet zwischen dem Australischen Kontinent und der Insel Tasmanien ist berüchtigt für das schnell umschlagende Wetter, zudem steht hier oft Strom gegen Wind - wie '98, als dadurch die Wellen aufgesteilt wurden.
Das einzige gute, weil fundierte und sehr ausführlich und ernsthaft recherchierte Buch dazu ist : Rob Mundle, "Tödlicher Sturm", Delius/Klasing. Mundle war als Journalist und Segeler bei Rettungsaktionen in einem Huubschrauber dabei und hat mit vielen Augenzeugen gesprochen und ernsthaft alle seiten des Unglücks beleuchtet. Das Buch "Todesregatta" von Martin Dugard bei Ullstein besteht aus viel Effekthascherei, strotzt meiner Meinung nach vor Fehlinformationen und Vorurteilen.
Die 32 Meter lange Maxi Yacht "Eclipse" wird als Radio-Relais-Station mit der Flotte der jetzt 75 gemeldeten Boote beim 57. Sydney-Hobart Race nach Süden segeln. Unter den gemeldeten sind etliche Farr 40 und 47, Frers-Design und Serienyachten, darunter auch S & S 39'. Und selbstredend die acht Yachten der VOR.
Zum Rennen gibt es eine offizielle Website für das 57.
JAG


